Was Sie als Firmenkunde beachten sollten

Diese Neuerung hat Auswirkungen für die verwendeten Produkte und Verfahren, und zwar hauptsächlich in vier Bereichen:

 

Ablösung DTA-Standards durch Meldungen im XML-Format

 

Wenn Sie Ihr Zahlungsauftragsfile aus einer ERP- oder Offline-Anwendung heraus übermitteln und allenfalls empfangen, muss dieses System bis 30. Juni 2018 in der Lage sein, Meldungen nach ISO-20022-Standard zu verarbeiten. Auf der Auftragsseite wird das bisherige Zahlungsauftragsformat DTA durch den neuen XML-Meldungstyp pain.001 (später pain.008 für Lastschrifteinzüge) ersetzt. Auf der Avisierungsseite entfällt das ESR-Avisierungsfile und wird überführt auf ein ISO 20022 kompatibles Format. Die Umstellung muss bis 30. Juni 2018 vollzogen worden sein. Ein zeitgerechter Umstieg lohnt sich also. 

 

Handlungsempfehlungen:

 

  • Setzen Sie sich frühzeitig mit Ihrem Softwarehersteller in Verbindung und planen Sie die Umstellung. Der Softwarehersteller wird Sie direkt bei der Umstellung unterstützen.

  • Überprüfen Sie intern, ob noch andere Systeme von der Änderung betroffen sind (z.B. Archivlösungen oder Liquiditätsmanagement-Tools), die ebenfalls auf die neuen Formate umgestellt werden müssen.

  • Wenn Sie eine eigene Softwarelösung benutzen, ist die Systemänderung frühzeitig zu budgetieren und zu planen. Die Umstellung hat Projektcharakter.

 

IBAN-Pflicht

 

Mit ISO 20022 wird die Verwendung der IBAN (International Bank Account Number) auch im Inlandzahlungsverkehr ab 1. Juli 2020 durchgehend Pflicht. Integrieren Sie die IBAN in Ihre betriebliche Buchhaltungssoftware und in Ihre Kundenstammdaten. Weisen Sie allenfalls Ihre Kunden darauf hin, dass die Daten angepasst wurden. Für Auslandzahlungen wird zusätzlich der BIC (Business Identifier Code) benötigt.

 

Handlungsempfehlungen:

 

  • Ersetzen Sie bei privaten und betrieblichen Zahlungsvorlagen die Kontonummern mit der IBAN (in der Schweiz 21-stellig). Allerdings können Sie erst dann alle Vorlagen systematisch anpassen, wenn Ihnen der Rechnungssteller bei Fakturierung mit Referenznummer die neuen Einzahlungsscheine zustellt oder Ihnen die Informationen anderweitig mitteilt.  

  • Wenn Sie selbst fakturieren, soll die IBAN ebenfalls in die betriebliche Buchhaltungssoftware integriert werden

 

Neuer einheitlicher Einzahlungsschein ersetzt alle bisherigen

 

Die bisherigen roten und orangen Einzahlungsscheine werden durch einen neuen Einzahlungsschein mit IBAN und Datencode (QR-Code) ersetzt. Der genaue Zeitplan der Umstellung wird von SIX Interbank Clearing AG voraussichtlich bis Mitte 2017 kommuniziert.  

 

Wenn Sie die Einzahlungsscheine mit Referenznummer selbst bedrucken, beachten Sie Folgendes:

 

  • Bei der neuen Variante mit Referenznummer werden Postkontonummer und Codierzeile durch eine ESR-IBAN ersetzt, welche neben Ihrer Kontonummer eine IID (Instituts-Identifikation) integriert haben wird. Die Zuteilung der ESR-IBAN an die Finanzinstitute zur Verwendung auf dem neuen Einzahlungsschein erfolgt ab 2016. Dies ist die Voraussetzung, damit die Belege entsprechend gedruckt und bestellt werden können. Die APPKB wird Sie dazu termingerecht weiter informieren.

  • Verwenden Sie Belegleser, müssen diese ab der Umstellung in der Lage sein, ebenfalls Einzahlungs-scheine mit QR-Code zu lesen. Rechnungssteller haben zudem neu die Möglichkeit, einen Bereich des Datencodes für eine Referenz zu Abteilungen oder Warengruppen zu verwenden.

 

 

Handlungsempfehlungen:

 

  • Wenn Sie einen Belegleser verwenden, muss dieser ab der Umstellung in der Lage sein, ebenfalls Einzahlungsscheine mit QR-Code zu lesen.

  • Bestellen Sie die alten Einzahlungsscheine nicht über längere Zeit auf Vorrat im Hinblick auf das Umstellungsdatum.

  • Wenn Sie Einzahlungsscheine mit Referenznummer selbst bedrucken, benötigen Sie zukünftig die ESR-IBAN-Nummer. Diese wird Ihnen von der APPKB frühzeitig bekannt gegeben.

 

 

 

Vereinheitlichung aller vorhandenen Lastschriftformate und Kombination mit der E-Rechnung

 

Sämtliche vorhandenen Lastschriftformate von Geschäftsbanken und PostFinance werden angeglichen. Ab 2018 soll gemäss Zeitplan des Finanzplatzes Schweiz die Einlieferung mit neuen Meldungen möglich sein. In einer späteren Phase (ab 2019) wird für das Lastschriftverfahren und die E-Rechnung ein einheitlicher Einlieferungskanal angeboten.